Steigende Gebühren sind immer ein Ärgernis. In dem folgenden Artikel möchten wir Ihnen die Hintergründe der jüngsten Erhöhung der Abwassergebühren mitteilen.
Um dieses Phänomen zu erklären, ist es notwendig die Abwasserkosten aufzuschlüsseln:
Die Kosten für das Abwasser setzen sich
1. aus den Kosten der Kläranlage Limburgerhof-Neuhofen und
2. den Kosten für das Neuhofener Kanalnetz
(vereinfacht jeweils Betriebs- und Finanzierungskosten + Abschreibungen) zusammen.
Die Kläranlage selbst ist mehr oder weniger auf dem neuesten Stand der Technik und braucht in den nächsten Jahren wohl keine größeren Investitionen.
Leider kann man dies nicht von unserem Kanalnetz sagen:
Da die letzten Jahrzehnte hier versäumt wurde Modernisierungsmaßnahmen durchzuführen, muss nun mit Millionenaufwand das Versäumte nachgeholt werden!
Nach Abschluss der Arbeiten werden sich in den meisten Teilen des Ortes die Bilder von überschwemmten Kellern und Straßen bei „normalem“ Starkregen wohl nicht mehr wiederholen.
Diese Gesamtkosten müssen über die Abwassergebühren finanziert werden.
So kommt es, dass bei sinkender Abwassermenge in der Gemeinde (wir gehen ja alle immer sparsamer mit der Resource Wasser um) der Abwasserpreis pro m³ steigen muss, um die Gesamtkosten bezahlen zu können!
Die Verwaltung hatte die anfallende Abwassermenge anfangs höher geschätzt (was niedrigere m³-Preise zur Folge gehabt hätte!)
Die SPD-Fraktion hat aber darauf bestanden, dass die Abwassermenge niedriger eingeschätzt worden ist (hat höhere m³-Preise zur Folge!)
Vielleicht ist es aber ein kleiner Trost, dass der Wirtschaftsprüfer im Testat für 2007 bestätigt hat, dass Neuhofen mit seinen Abwassergebühren immer noch am unteren Ende der Abwasserpreise in Rheinland-Pfalz liegt.