Amtsinhaber Gerhard Frey geht als klarer Favorit in die Bürgermeisterwahl in Neuhofen am 11. Januar:
Laut einer Umfrage des Mannheimer Meinungsforschungsinstituts CMR im Auftrag der RHEINPFALZ würden 48 Prozent der wahlberechtigten
Neuhofener, die sich bereits für einen Kandidaten entschieden haben, dem 55-jährigen FDP-Politiker
ihre Stimme geben. Der unabhängige Bewerber Frank Markgraf liegt mit 28 Prozent noch vor dem
SPD-Kandidaten Heinz Müller (24 Prozent).
Rund vier Wochen vor dem Wahltermin scheint sogar ein Sieg des Amtsinhabers im ersten Wahlgang möglich.
Nur zwei Prozentpunkte fehlen dem FDP-Mann Frey, der von der CDU unterstützt wird, zur absoluten
Mehrheit. „Er hat eine gute Chance, im ersten Wahlgang zu gewinnen. Allerdings kann es mit der gleichen Wahrscheinlichkeit auch zu einer
Stichwahl kommen“, analysiert CMR-Experte Hans-Michael Mohr das Umfrage-Ergebnis. Eine Gefahr
für den FDP-Kandidaten könnte laut dem Meinungsforscher darin liegen, dass so mancher Frey-Wähler am 11. Januar zu Hause bleibt, weil er
glaubt, dass „sein“ Kandidat ohnehin wiedergewählt werde. Käme es am 25. Januar zu einer
Stichwahl, dann spiele die Empfehlung des im ersten Wahlgang ausgeschiedenen Bewerbers eine wichtige,
möglicherweise sogar entscheidende Rolle, sagte Mohr.
Doch nochwissen nicht alle Befragten, wem sie am 11. Januar ihre Stimme geben werden: 28 Prozent oder
138 Männer und Frauen haben sich noch nicht auf einen Kandidaten festgelegt oder wollten gegenüber den Mannheimer Meinungsforschern keine
Angaben zu ihrer Wahlentscheidung machen. 3 Prozent (13 Personen) gaben an, gar nicht wählen gehen
zu wollen. 2 Prozent (10 Personen) wollen für keinen der Kandidaten stimmen.
Was wohl kaum an dem Bekanntheitsgrad der Bewerber um den Posten des Ortschefs liegen dürfte: Dieser
Wert bewegt sich vor allem bei Amtsinhaber Frey und dem unabhängigen Kandidaten Markgraf über
dem Durchschnittswert von 75 Prozent für Kommunen vergleichbarer Größe. 480 der 500 Befragten gaben
an, FDP-Mann Frey zu kennen – das entspricht einer Quote von 96 Prozent. „Das ist ein überragender
Wert“, sagt CMR-Experte Mohr. Bei den über 60-Jährigen gaben sogar 99 Prozent der Befragten an, den Amtsinhaber zumindest dem Namen nach
zu kennen. Überraschend: Beim Bekanntheitsgrad
liegt der unabhängige Kandidat Frank Markgraf mit 80 Prozent fünf Prozentpunkte vor dem SPD-Mann
Heinz Müller. Dass der Elektromeister auch in der Wählergunst vor dem Kandidaten der Sozialdemokraten
liegt, verdankt er vor allem seiner Beliebtheit
bei den 18- bis 30-Jährigen: 43 Prozent derer, die in dieser Altersgruppe bereits eine Wahlentscheidung
getroffen haben, würden ihm seine Stimme geben. Heinz Müller kommt in dieser Gruppe lediglich
auf neun Prozent. Den besten Wert erzielt aber auch hier Gerhard Frey: 48 Prozent der 18 bis 30-Jährigen gaben an, für ihn stimmen zu wollen.
Überdurchschnittlich gut schneidet Frey auch bei der „Sonntagsfrage“ bei den über 60-Jährigen ab: 57
Prozent derer, die sich bereits entschieden haben, wollen für ihn stimmen. In dieser Altersgruppe erzielt Müller ein besseres Umfrage-Ergebnis
als Markgraf: Er kommt bei den Senioren auf 32, der unabhängige Kandidat lediglich auf 11 Prozent
der Stimmen. Bei der Gruppe der 31- bis 60-Jährigen führt Frey mit 42 Prozent vor Markgraf (35 Prozent) und Müller (22 Prozent).
Dass bei der Direktwahl des Bürgermeisters auch parteipolitische Einflüsse eine Rolle spielen, verneint der Großteil der Befragten: Nur 22
Prozent lassen sich bei der Wahlentscheidung von der Parteizugehörigkeit der Bewerber leiten. Der Rest
setzt offenbar auf die persönlichen Fähigkeiten und Eigenschaften der Kandidaten, wobei auch hier Amtsinhaber Frey durch die Bank weg am
besten abschneidet. Gefragt wurde unter anderem nach Verwaltungserfahrung, Sachkompetenz oder der Fähigkeit, die Gemeinde zu repräsentieren.
„Frey hat alle Trümpfe in der Hand, er muss sie nur noch ausspielen“, sagt CMR-Experte Mohr.