Frey fordert: Keine Rheinbrücke und kein Polder

NEUHOFEN. „Begonnenes fortsetzen“ – das hat sich Gerhard Frey (FDP) im Falle einer Wiederwahl vorgenommen. Der Neuhofener Bürgermeister informierte am Montagabend im VfL-Clubhaus gemeinsam mit dem Beigeordneten Ralf Marohn und dem FDP-Fraktionsvorsitzenden Ralf Littmann über seine bisherige Arbeit und künftige Ziele. Die Bürger wählen am 11. Januar 2009 einen neuen Ortschef.
Frey wird weiterhin von der CDU unterstützt, die keinen eigenen Kandidaten zur Wahl stellt (wir berichteten). „Dies ist ein Teamspiel und nicht das Spiel eines Einzelnen“, sagte der amtierende Bürgermeister dazu. Auf die Frage, wie er das Dorf Neuhofen im Jahr 2030 sehe, antwortete Frey: „Modern. Straßen, Kanäle und Gebäude sind saniert, unser Ortskern ist attraktiv, es macht Spaß in Neuhofen zu leben. Es gibt keine Rheinbrücke bei Altrip und keinen Polder wie geplant.“ Die Anbindung durch die Straßenbahn ist Frey nach eigenen Worten wichtig. Er setze sich dennoch stark für die Eigenständigkeit einer verbandsfreien Gemeinde ein, versicherte er. Ein wichtiges Anliegen ist dem FDP-Politiker außerdem der Hochwasserschutz. Ein Schöpfwerk wurde installiert, mit dem Wasser vom Rehbach in den Rhein geschöpft werden kann. Dieses Projekt stehe kurz vor dem Abschluss. Frey möchte sich weiterhin für einen kostengünstigen und effektiven Hochwasserschutz einsetzen. Dazu gehöre auch die weitere Erhöhung und Stabilisierung des Rehbachdeichs. Ein weiterer wichtiger Punkt für den Ortschef ist das Dorfentwicklungskonzept für den alten Ortskern. In einer ersten Phase werden die Bürger gefragt, wie sie sich Neuhofen 2030 vorstellen. Diese Ideen sollen umgesetzt werden, um das Gebiet rund um altes Rathaus und Kerweplatz attraktiver zu gestalten. Außerdem möchte Frey die Umgestaltung des Friedhofgeländes weiter vorantreiben. Neue Parkplätze konnten bereits eingerichtet werden. Als nächstes stehe die Erneuerung der Friedhofshalle auf dem Programm. Die Sanierung des Tennenplatzes hat laut Frey 2009 ebenfalls Priorität. Grundschule, Kindertagesstätten und Spielplätze wurden stückweise modernisiert. Die Kinder- und Jugendarbeit wurde Frey zufolge neu strukturiert, die Skateranlage am Badeweiher soll nächstes Jahr gebaut werden. Gemeinsam mit dem Gemeinderat will Frey gegen Rechtsradikalismus im Ort eintreten. Der Kriminalpräventive Rat sei zu diesem Zweck eingerichtet worden. Das Abwassernetz und das Straßensystem konnten Freys Einschätzung zufolge verbessert werden, dieses Ausbauprogramm möchte er als Bürgermeister in den kommenden acht Jahren fortführen. (sxm)