Im Kampf gegen Verlandung
Allein an den vergangenen beiden Samstagen trugen mehr als 100 Angler, unterstützt von der Verwaltungsspitze und – vereinzelt – von anderen Nutznießern des Badeweihers mit ihren Pflegemaßnahmen zur Erhaltung der Weiher bei. Besonders das Mähen des Schilfgürtels ist eine mühsame und schweißtreibende, aber unerlässliche Arbeit. Würden die Angler nicht jährlich den Schilfgürtel am Badeweiher zurechtstutzen, wäre das Gewässer längst verlandet. Schon seit Jahren bemüht sich der Angelsportverein (ASV) darum, die Wasserqualität des sensiblen Gewässers zu verbessern.
Dazu gehörte etwa ein schonender Fischbesatz, der Einsatz Tausender von Teichmuscheln und eben das Anlegen eines Röhrichtstreifens. Wie der ASV-Vorsitzende Jürgen Dauth berichtet, haben die Angler wegen der weitläufigen Bepflanzung auf große Teile des Ufers verzichtet, das ehemals zum Fischen zur Verfügung stand. Um eine Umwälzung des Wassers zu gewährleisten, wurde in den vergangenen Jahren der Badeweiher mit einer Pumpe belüftet. Wegen der Einwände anderer Interessensgruppen hat der Verein jedoch in diesem und im letzten Jahr auf den Einsatz der Pumpe verzichtet. „Aus jetziger Sicht war das ein großer Fehler.
In Zukunft werden wir unnachgiebig an der Belüftung festhalten“, sagt Dauth. Die letzte Messung habe ergeben, dass ab einer Wassertiefe von 6,50 Meter kein Sauerstoff mehr vorhanden sei. Der Verzicht auf die Umwälzung könne für den ASV keine akzeptable Lösung sein, da dessen Bemühung um Artenvielfalt und Naturschutz dadurch zunichte gemacht würde. Für ein sauberes Naherholungsgebiet engagierte sich auch die Anglerjugend. Sie sammelte entlang der Gewässer massenhaft Unrat ein – vor allem Gegenstände, die kosten- und problemlos auf legale Weise entsorgt werden könnten. Wie in jedem Jahr fanden sie Fernseher, Einrichtungsgegenstände und Autozubehör, berichtete Pressewart Stefan Defren.